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| Sicherheits-
und Gebrauchshinweise zum Umgang mit Laserdiodenbarren. |
1. Allgemeine Sicherheitshinweise
Laserdiodenbarren sind die aktiven Bauteile von Hochleistungsdiodenlasern und entsprechend IEC-Standard Produkte der Laserklasse 4.
Die Laserbarren selbst können in der vom Hersteller gelieferten
Form keine gefährliche Laserstrahlung emittieren. Die Laserstrahlung
kann nur freigesetzt werden, wenn den Bauelementen die zum Betrieb
notwendige elektrische Energie zugeführt wird.
In diesem Falle beschreibt IEC-Standard 60825-1die zu treffenden Sicherheitsvorkehrungen, um Personenschäden zu vermeiden.
- Das Tragen von geeigneten Laserschutzbrillen ist vorgeschrieben. Der i.a. unsichtbare Laserstrahl kann bei Augenkontakt zu irreversiblen Schäden bis hin zur Erblindung führen.
- Der Betrieb von Diodenlasern sollte in Bereichen erfolgen, deren Zugänge mit einem Schalter versehen sind, die den Laser bei Öffnung des Zuganges abschalten.
2. Lagerung, Umgang und Handhabung
Bitte lesen Sie diese Hinweise aufmerksam durch, bevor Sie die Bauteile der Verpackung entnehmen. Jegliche Nichtbeachtung der Hinweise kann zur irreversiblen Schädigung der Bauelemente führen:
- Jedweder Umgang mit den Bauteilen sollte nur von geschulten Personal erfolgen!
- Laserbarren sind sehr empfindlich gegenüber Überspannungen sowie thermischen oder mechanischen Stress.
- Elektostatische Aufladungen müssen strikt vermieden werden. Jede Person und jedes Werkzeug, welches in Kontakt mit den Bauteilen kommt, muss permanent geerdet sein.
- Die Nähe von Lösemitteln, Kunststoffen und Kleber ist zu vermeiden. Daraus entweichende Chemikalien können sich auf den Facetten absetzen und diese schädigen. Der Halbleiterkristall und seine Beschichtungen sind sehr empfindlich gegenüber jeglichen Lösemitteln oder Flüssigkeiten.
- Das dem Lieferbehältnis entnommene Bauteil darf nur in einer sauberen und trockenen Umgebung weiterverarbeitet werden. Eine Reinraumklasse 1000 und weniger als 60% relative Luftfeuchtigkeit wird empfohlen.
- Es gibt keine Möglichkeit, die Facetten zu reinigen. Insbesondere die Frontfacette ist extrem empfindlich gegenüber Staub, Feuchtigkeit oder jeglicher sonstigen Kontamination. Jeder Kontakt mit den Facetten führt zu irreversiblen Schäden, die zum Ausfall des Lasers führen, auch wenn sie nicht sofort sichtbar sind.
3. Entpacken
Die Laserbarren werden in Spezialbehältern aus leitfähigen Kunststoff, umhüllt mit einer mit trockenen Reinststickstoff gefüllten Schutzhülle, versendet. Bevor die Schutzhülle entfernt wird, müssen die Transportbehältnisse mindestens 4 Stunden in der späteren Bearbeitungsumgebung zum Wärmeausgleich gelagert worden sein.
Die Schutzhülle darf nur in einer unter Pkt. 2 beschriebenen
Umgebung geöffnet werden.
Alle Werkzeuge und operierenden Personen müssen zur Vermeidung elektrostatischer Entladungen geerdet sein.
Nach dem Entfernen der Schutzhülle kann der Transportbehälter vorsichtig geöffnet werden.
Berühren Sie niemals die Facetten mit irgendeinem Gegenstand !
Bevor Sie die Laserbarren mit einer speziellen Vakuumpinzette entnehmen können, muss die Grundplatte auf einer geeigneten, vakuumerzeugenden Unterlage arretiert sein.
Jeglicher Versuch, die Laserbarren, ohne Vakuumerzeugung unter der Grundplatte, direkt zu entnehmen, führt zu einer irreversiblen Schädigung.
Vermeiden Sie bei der Entnahme Kratzer oder sonstige mikroskopische Beschädigungen der Oberfläche. Diese würden die Wärmeleitfähigkeit der später montierten Barren beeinträchtigen und können zu Effizienzverlusten oder thermischer Überbeanspruchung führen.
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